Süße Martinsgänse

Martinsgänse l ernstlichdeins (2)

08 Nov Süße Martinsgänse

Süße Martinsgänse gehören bei mir ganz unbedingt zum Martinstag dazu. Früher gab es die ja immer für die Kinder, die beim Martinsumzug mit gelaufen sind. Da wir diesem Alter schon etwas länger entwachsen sind,  backen wir sie uns heutzutage selbst. Das ist gar kein Problem, schließlich sind die Gänse weder kompliziert noch sehr zeitaufwendig. Und mit der Schablone, die wir für Euch gezeichnet haben, braucht ihr noch nicht mal eine Ausstechform. Man kann die Gänschen entweder aus Hefeteig backen oder oder ihr nehmt wie ich einen Quark-Öl-Teig.

 

Martinsgänse l ernstlichdeins (2)

 

Hier mein Rezept:

 

Martinsgänse (für ca. 20 Gänse)

 

300 Gramm Quark

12 EL Milch

12 EL Öl (am besten Sonnenblumenöl)

1 Ei

150 Gramm Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

600 Gramm Mehl

1 Päckchen Backpulver

etwas Salz

evtl Rosinen und Hagelzucker

 

Wer keine Ausstechform hat, druckt sich unsere Schablone aus und zeichnet diese auf Karton auf. Anschließend die Schablone ausschneiden.

Den Ofen auf 180° Celsius vorheizen.

Den Quark, die Milch, das Öl und das Ei in eine Schüssel geben und alles verrühren. Zucker und Vanillezucker hinzugeben und so lange rühren, bis der Zucker sich etwas gelöst hat. Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterrühren und eine Prise Salz hinzugeben. Zum Schluss alles nochmal gut durchkneten.

Die Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und den Teig einen Zentimeter dick ausrollen. Falls der Teig zu klebrig sein sollte mit mehligen Händen arbeiten und dem Teig noch etwas Mehl hinzufügen.

Schablone auflegen und mit einem kleinen spitzen Messer die Umrisse der Gans ausschneiden. Wer einen Ausstecher hat spart sich hier einige Zeit. Keine Angst vor kleinen Ungenauigkeiten, das fällt nach dem Backen nicht mehr auf.

In der Gegend um Heidelberg, wo ich eine Zeit lang gewohnt habe, gibt es am Martinstag keine Gänse, sondern „Martinsmännchen“, deswegen habe ich aus dem restlichen Teig noch einen „Martin“ gebacken.

Gänse auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und je nach Wunsch mit Rosinen und Hagelzucker verzieren. Ich mag meine Martinsgänse lieber pur oder mit Zuckerguss, deswegen spare ich mir diesen Schritt meistens.

Für 15 Minuten ab in den Ofen mit den Gänschen.

Wer will macht nach dem Auskühlen noch Puderzuckerguss auf die Gänschen. Und dann lässt man sich am besten sofort eine schmecken (oder zwei oder drei) denn frisch aus dem Ofen sind die Gänse am besten. Einfrieren kann man sie aber auch gut, so hat man schnell mal was Süßes zur Hand.

 

Martinsgänse l ernstlichdeins

 

Und jetzt noch eine kleine Anekdote zum Martinstag:

Vor ein paar Jahren wollte ich mit meiner kleinen Cousine (damals fünf oder sechs Jahre alt) auf den Martinsumzug. Bevor wir los sind, habe ich Sie gefragt, ob sie denn überhaupt weiß, was denn der Martin am Martinstag gemacht hat. Die prompte Antwort: „Der hat da seinen Mantel geteilt, ich war dabei“. Dann hat sie nochmal ganz kurz überlegt und gesagt „bin gespannt, was er dieses Jahr macht“. Danach war sie dann ganz enttäuscht, dass er wieder seinen Mantel geteilt hat, der Langweiler.

 

 

 

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